EU-Zinsrichtlinie und Steuerhinterziehung

Nach der EU-Zinsrichtlinie haben die einzelnen EU-Mitgliedsstaaten den deutschen Fiskus über Kapitalerträge zu informieren, die Deutsche im EU-Ausland erzielt haben. Für einzelne Länder, wie Schweiz, Österreich, Liechtenstein und Luxemburg, gilt allerdings stattdessen der Einbehalt einer Quellensteuer. Diese beträgt 35 % ab 2011. Die Steuer hat sich aber als wenig effizient erwiesen, da sie zahlreiche Vermögensanlagen nicht erfasst. Dies gilt insbesondere für strukturierte Kapitalmarktprodukte (z. B. Zertifikate), Lebensversicherungen und gemischte Fonds, die über eine Aktienquote von mehr als 40 % und weniger als 15 % Liquiditätsreserve verfügen.